Das Volkshaus
In der Einweihungs-Festschrift für das Volkshaus heißt es über das GE·BE·IN und die Notgemeinschaft:
„Dem Zusammenschluß in der Not haben wir die Notgemeinschaft des Gemeinnützigen Bestattungs-Instituts zu verdanken: In großer Inflationszeit zerrannen vorhandene Mittel in unseren Händen zu einem Nichts. Nicht wissend, wie man die lieben Toten unter die Erde bringen sollte, drängten Tausende von Menschen zur Schaffung einer Notgemeinschaft. Vielen ist es vielleicht bis heute noch nicht klar geworden, daß sie unbewußt ein Gemeinschaftswerk mitgeschaffen haben, an dem sie auch heute noch durch ihre Zugehörigkeit mitarbeiten. So entstand die größte Bremer soziale Selbsthilfeorganisation, die Notgemeinschaft für gemeinsames Bestattungswesen. Zur sparsamen Verwendung der einlaufenden Geldmittel wurde das Gemeinnützige Bestattungs-Institut gegründet. Klein war die Zahl der Anhänger im Anfang, groß ist sie heute. 45.000 Familien und Einzelmitglieder bilden das Riesenwerk. Bescheiden waren die Einrichtungen des Gemeinnützigen Bestattungs-Instituts am Eröffnungstage, am Karfreitag des Jahres 1923. Langsam ist mit Hilfe von Tausenden von Anhängern das Institut ausgebaut worden. Rein äußerlich hat das Institut jetzt im neuen Volkshaus den vornehmen gediegenen Rahmen gefunden, durch den es vorbildlich auf seinem Gebiete wirken muß. Große luftige und geschmackvoll eingerichtete Büroräume, würdige Empfangsräume für Hinterbliebene, bescheiden vornehme Ausstellungsräume. Durch die gewölbeartige Einfahrt Auf dem Kamp werden die Entschlafenen in das Innere des Hauses gebracht und finden in einer großen, mit 12 Kabinen versehenen Aufbahrungshalle einen Ruheplatz für die letzten Tage ihres Erdendaseins.“
