Welche Bestattungsarten gibt es?

Neben den klassischen Erd- und Feuerbestattungen sind individuelle Bestattungsarten ein immer umfangreicheres Thema. Für die meisten Sonderformen der Bestattung, wie See- oder Naturbestattung ist eine Kremierung Voraussetzung.  Hierfür ist es ratsam, schon zu Lebzeiten eine Verfügung – zum Beispiel im Rahmen einer Bestattungsvorsorge - zu verfassen.   Ist die Art, wie bestattet werden soll, von dem Verstorbenen nicht festgelegt worden, entscheiden hierüber die nächsten Angehörigen.

Hier finden Sie einen Überblick. Für Details sprechen Sie uns gerne an.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist eine der ältesten Bestattungsformen der Welt. In Deutschland besteht Sargpflicht bei einer Erdbestattung. Seit Kurzem bieten einige Friedhöfe bei entsprechender religiöser Motivation auch Bestattungen in einem Leichentuch an. 

Wahlgrab 

· Einfluss auf Lage und Größe der Grabstelle

· Ein- oder mehrstellig 

· Ruhezeit 25 bis 30 Jahre

· Verlängerung möglich

Reihengrab

· Einfluss auf Lage und Größe nicht

  möglich

· In der Regel einstellig

· Ruhezeit 25 bis 30 Jahre. 

· Verlängerung meist nicht

  möglich. 

Feuerbestattung

Die Feuerbestattung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Das gilt insbesondere für Ballungsgebiete, aber auch für Norddeutschland ganz allgemein. 

Die Einäscherung erfolgt in einem Sarg in einem Krematorium.  Beigesetzt wird die Asche  in einer Urne auf einem Friedhof. Die Kremierung ist antragspflichtig.

Die Beisetzung von Särgen und Urnen innerhalb einer Grabstelle ist möglich, wenn die Größe der Grabstelle dies zulässt.

Die Beisetzung von Urnen außerhalb von Friedhöfen ist in Deutschland gesetzlich verboten. Es besteht Friedhofszwang. Ausnahmen bilden die Seebestattung und Naturbestattungen in speziell dafür genehmigten Gewässern oder Naturflächen. Hierfür ist die Einäscherung Voraussetzung.

Seebestattung

Unter Seebestattung versteht man die  feierliche Versenkung der Urne mit der Asche eines Verstorbenen im Meer. 

Für die Seebestattung wird eine wasserlösliche Spezialurne verwendet, die nach Verlassen der „Drei-Meilen-Zone“ nach Seemannsbrauch der See übergeben wird. Die Angehörigen können auf Wunsch der Zeremonie beiwohnen. 

Die Seeurne löst sich nach wenigen Stunden auf. Meer, Seesand und die Asche des Verstorbenen werden eins. 

Bestattungen in der Natur

Die Naturbestattung ist eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene Bestattungsarten in der freien Natur.  Die Betreiber dieser Naturflächen bieten die einzig legale Alternative zum in Deutschland bestehenden Friedhofszwang.

Baumbestattung

Die Baumbestattung zählt zu den beliebtesten Formen der Naturbestattung. Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt.

Wiesen-, Luft-, Fels- und Bergbachbestattung

Diese Sonderformen sind in Deutschland nicht erlaubt, können jedoch über die Schweiz angeboten werden, da es dort keinen Friedhofszwang gibt. 

Verstreuen der Asche in der freien Natur 

Dies ist in Deutschland auf einigen Friedhöfen möglich, die spezielle Aschewiesen bereitstellen. 

Anonyme Bestattung

Auf einigen Friedhöfen werden anonyme Bestattungen angeboten, bei denen weder das Grab erkennbar ist, noch ein Denkmal gesetzt werden darf. In Bremen ist die Begleitung einer anonymen Beisetzung möglich. Eine Kennzeichnung der Grabstelle ist nicht erlaubt. Blumenschmuck darf auf einer dafür vorgesehenen Freifläche abgelegt werden.

Rasengräber

stellen eine  Alternative zum anonymen Gräberfeld dar. Der Bestattungsort ist in diesem Fall entgegen der anonymen Bestattung gekennzeichnet. Der Friedhof übernimmt die Pflege der Grabstelle. Es kann jedoch während der gesamten Nutzungsfrist auf Wunsch eine individuelle Gestaltung erfolgen. Beisetzungen sowohl von Urnen als auch Särgen sind möglich. 

Urnengärten

sogenannte „halbanonyme“ Gräber sind Gemeinschaftsgräber, die sich harmonisch in vorhandene Grabfelder einfügen. Vor- und Zunamen der Verstorbenen werden 

in einer gemeinsamen Stele aus Naturstein festgehalten. Auf einer gesonderten Fläche können Gestecke oder Blumen abgelegt werden. Die Ruhefrist im Urnengarten endet nach 20 Jahren ohne Verlängerung. Gemeinsame Grabstellen für Eheleute sind ausgeschlossen.

 

Kolumbarien und Urnenmauern

bieten die Möglichkeit einer oberirdischen Beisetzung. Das einzige Kolumbarium Bremens findet man auf dem Riensberger Friedhof. In einer beeindruckenden Kuppelhalle finden Urnen und individuelle Andenken in einem Nischensystem ihre letzte Ruhe. 

Auf dem Friedhof Buntentor und dem Osterholzer Friedhof befinden sich Urnenmauern. Hier werden die Urnen in Mauernischen für 1 bis 4 Urnen beigesetzt und mit Natursteinplatten verschlossen.

 


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